Es war am 22. November 1990, als sich Vertreter aller Kirchengemeinden des damaligen Kirchenkreises Niesky und viele interessierte Einzelpersonen zusammen fanden, um einen Verein als Dachorganisation für eine Diakonie-Sozialstation zu gründen.
Das war notwendig geworden, da zum Jahresende die Polikliniken und Gemeinde- schwesternstationen geschlossen werden sollten. Um auch weiterhin alten und kranken Menschen sachgerecht helfen zu können, wurde das Prinzip der Sozialstationen aus den alten Bundesländern übernommen. An diesem Abend beschlossen wir eine Satzung, wählten einen Vorstand und erklärten uns als ökumenische Sozialstation, gemeinsam mit der Katholischen Pfarrgemeinde Niesky und der Brüdergemeine Niesky.
Und dann ging es am 1. Januar los mit der Arbeit, in fast kalten Räumen im Zinzendorfheim, mit fünf Mitarbeitern, einer kleinen Anschubfinanzierung und einem Patienten. Wir kamen uns vor wie einst im 19. Jahrhundert der Begründer der modernen Diakonie Johann Hinrich Wichern. Mit Nichts die Menschen suchen die Hilfe brauchen, mit Gottvertrauen in die Zukunft schauen und nur das tun, was wir auch wirklich vermögen.
So begannen wir mit dem ambulanten Pflegedienst, bald kam die Hauswirtschaftspflege hinzu, dann der Besuchsdienst, die Begegnungsstätte am Zinzendorfplatz und schließlich im Jahr 2003 mit dem Neubau in der Bahnhofstraße die Kurzzeitpflege.
Alles ist nach und nach gewachsen, aus den einst fünf Mitarbeitern sind inzwischen über 60 geworden und wir fühlen uns in der Arbeit dem Leitbild der Diakonie verpflichtet.
Das drückt sich auch darin aus, dass wir mit dem Umzug in unseren Neubau und der Eröffnung der Kurzzeitpflege unserer Einrichtung den Namen der Fürstin Eleonore Reuß gegeben haben. Sie war von 1855-1886 in Jänkendorf in einer ganz besonderen Weise diakonisch und caritativ tätig und ist uns darin ein Vorbild.

Sind Sie neugierig geworden, wie ein kleines Samenkorn zu großer Frucht werden kann? Dann schauen Sie sich doch weiter auf unseren Seiten um, besuchen Sie uns oder werden Sie Mitglied unseres Vereins. Wir können jede Hilfe gebrauchen.
Der Vorstand
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